Rehabilitation bei Überlastungsschäden/-schmerzen

Gelenke

Werden Gelenke nicht in der Art und Weise belastet, wie es der Form und Funktion entsprechend geschehen soll, kommt es zu Schmerzen. Meistens gehen diese Beschwerden von den angrenzenden Weichteilen/Muskeln aus. Es gilt somit primär, die korrekte Belastung zu erlernen durch Änderung des Bewegungsmusters und Kräftigung/Koordinationsschulung der hierzu benötigten Muskulatur. Gleichzeitig wird die Spannung in der angrenzenden Muskulatur durch Massagen und Dehnungsübungen gesenkt.

Muskeln

Überbelastete Muskulatur reagiert mit Verspannung und Schmerz. In seltenen Fällen kann es auch zu kleinsten Faserzerrungen kommen (Muskelkater). Primär braucht der Muskel Ruhe. Ein gezielter Kraftaufbau wird danach notwendig.

Sehnen

Überbelastungen der Muskeln können, bedingt durch zu grosse Zugkräfte Auswirkungen auf die Sehnen und die Sehnen-Knochen-Übergänge haben (z. B. Tennisellbogen). In der Rehabilitation geht es primär darum, den lokalen Reiz durch Entlastung, Elektrotherapie, Thermotherapie sowie durch entzündungshemmende Medikation zum Verschwinden zu bringen. Gleichzeitig gilt es die Spannung in der betreffenden Muskulatur zu senken (Massagen, Dehnungen) und später den Muskel so weit zu kräftigen, dass es nicht mehr durch Überbelastung zu einer Reizung der Sehne kommt.

Bänder

Die Überbelastung der Bandstrukturen führt in der überwiegenden Zahl der Fälle zu einer Schmerzsymptomatik in der angrenzenden Muskulatur. Das Ziel der Rehabilitation ist es, die Gelenkbelastung durch Kräftigungstherapie so zu optimieren, dass die (stabilisierenden) Bandstrukturen korrekt belastet werden.

Knochen

Bei repetitiver Überbelastung der Knochen kann es zu einer Stressreaktion (Flüssigkeitsansammlung im Knochen = Bone Bruise) oder sogar zu einer Stressfraktur (einem Ermüdungsbruch) kommen. Der Knochen muss über längere Zeit (ca. 6 Wochen) entlastet werden. In dieser Zeit kann die Rehabilitation, falls notwendig, mit spannungssenkenden Massnahmen in der angrenzenden Muskulatur und durch Instruktion über die korrekte Belastung der angrenzenden Gelenke begleitet werden.

Wachstumsstörungen

Der Begriff Wachstumsstörung ist weit verbreitet. Meist verbirgt sich dahinter eine Fehlbelastung von Gelenken bedingt durch einen Wachstumsschub. Das heisst: Die Knochen wachsen so rasch, dass die umgebende Muskulatur keine Zeit hat, sich an die veränderten Hebelverhältnisse anzupassen. Die Rehabilitation hat das Ziel, den Kindern/Jugendlichen die korrekte Belastung der Gelenke beizubringen und sie im Kraftaufbau zu begleiten.

Fersensporn

Fersensporn ist nicht die Ursache, sondern die Folge einer Überbelastung. Durch zu grosse Spannung der kleinen Muskeln und somit der Sehnen in der Fusssohle, welche im Bereich der Ferse befestigt sind, baut der Körper, quasi zur Verstärkung Knochen an. Das Ziel der Behandlung ist es, die Schmerzen durch Polsterung der Schuhe und spannungssenkende Massnahmen (Dehnungen, Massagen) zu vermindern. Falls eine starke Fehlstellung der Fussgewölbe vorliegt, muss eventuell eine Schuheinlage angepasst werden.

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