Rehabilitation bei Fehlstellungen/Fehlhaltungen

X-Beine

X-Beine sind häufig. Meistens bestehen diese aus «dummer Gewohnheit». Das heisst, dass sich schon sehr früh ein Bewegungsmuster festsetzt, welches im Laufe der Lebensjahre im Hirn automatisiert wird. X-Beine können zu Knie-, Fuss- oder auch mal zu Hüftschmerzen führen. In der Rehabilitation wird das korrekte Bewegungsmuster geübt, die entsprechende Muskulatur wird aufgebaut und eventuelle Verspannungen werden gelöst, damit der korrekte Gebrauch der Knie überhaupt möglich ist.

O-Beine

O-Beine führen zu einer Fehlbelastung der knieumgebenden Muskulatur und längerfristig zu einer einseitigen Abnützung des Knorpels im Knie. Falls spannungssenkende Massnahmen und regelmässiges Dehnen keinen nachhaltigen Effekt zeigen, muss eventuell die Kniestellung operativ verändert werden.

Senkfuss/Knickfuss

Senkfüsse sind wie Knick- oder Knicksenkfüsse häufig. Nicht immer kommt es zu Beschwerden. Falls jedoch Schmerzen in Knien und/oder Fussgelenken auftreten, muss an der korrekten Belastung der Beine aktiv/durch Muskelaufbau und Instruktion gearbeitet werden. Falls dies nicht genügt, sollte zusätzlich eine Schuheinlage angepasst werden.

Hohlrundrücken

Der Hohlrundrücken kann meist durch aktives Training wenigstens zum Teil behoben werden. Durch Kräftigung der Rückenstrecker im Brustwirbelsäulenbereich und der Bauchmuskulatur wird das Rüstzeug erarbeitet. Eine korrekte Instruktion einer «schönen» Haltung ist wichtig, damit es nicht zu Verspannungen und Überkorrekturen kommt.

Scheuermann

Der Morbus Scheuermann ist eine Wachstumsstörung im Bereich der Brustwirbelsäule, seltener auch der Lendenwirbelsäule, welche typischerweise in der Pubertät auftritt. Die betroffenen Abschnitte können an Beweglichkeit einbüssen, sodass es erst im Laufe der Lebensjahre zu Beschwerden kommen kann. Meist sind diese im unteren Brustwirbel- oder oberen Lendenwirbelsäulenbereich lokalisiert. Der Scheuermann selber kann nach «Erkalten» d. h. im Alter nicht behandelt werden. Vielmehr werden dann die Folgen (verspannte Muskulatur, Fehlhaltung usw.) angegangen. Im jugendlichen Alter, wenn der M. Scheuermann aktiv ist, wird darauf geachtet, dass die Patient(inn)en auf eine korrekte Belastung der betroffenen Wirbelsäulenabschnitte achten.

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