Rehabilitation nach einem Unfall

Halswirbelsäule-Distorsion/Schleudertrauma

Ein Schleudertrauma ist eine Verstauchung der Halswirbelgelenke, welche in den allermeisten Fällen ohne in Röntgen und MRI sichtbare Verletzungen einhergeht. Das Ziel ist es, den Beschwerden angepasst rasch wieder in ein normales Bewegungs- und Alltagsverhalten zurückzufinden. Werden die gestauchten Halswirbelgelenke ruhiggestellt, verstärken sich die Schmerzen durch eine Zunahme der Spannung in der Muskulatur sowie durch Verringerung von Kraft und Ausdauer.

Bandscheibenvorfall/Diskushernie

In den seltensten Fällen müssen Bandscheibenvorfälle operiert werden. Die meisten Menschen finden zu einem normalen, aktiven Leben zurück durch fachmännisch geführten Kraftaufbau und entsprechende Verhaltensregeln. Immobilisation verschlimmert das Problem, da es hierdurch zu einer muskulären Dysbalance (= Missverhältnis von Muskelkraft zu Muskellänge) kommt.

Knochenbruch

Nicht operierte Knochenbrüche werden ruhiggestellt. Während der Heilungsphase geht es darum, die angrenzenden Gelenke maximal beweglich zu halten und Muskeln, welche sich durch die Ruhigstellung verspannen, zu lösen. Nach der Gipsentfernung muss die Rückkehr in die normale Funktion von Gelenken und Muskeln begleitet werden.

Bandverletzung

Nur sehr schwere Bandverletzungen werden über längere Zeit so ruhiggestellt, dass das entsprechende Gelenk nicht belastet werden kann. Meist wird ein Cast oder Brace appliziert, was trotz Ruhigstellung die Koordinationsschulung und den Kraftaufbau derjenigen Muskeln erlaubt, welche das verletzte Band in seiner Funktion unterstützen.

Luxation/Gelenkausrenkung

Ein ausgerenktes Gelenk muss nach der Reponierung/Wiedereinrenkung für kurze Zeit ruhiggestellt werden. In dieser Phase wird v. a. an den umgebenden Muskeln gearbeitet im Sinne von Spannungssenkung und Erhalt der Muskellängen. Zunehmend darf ein gezielter Kraftaufbau stattfinden, und später soll dieser der gewünschten Funktion angepasst werden (= funktionell).

Muskelveletzung

Je nach Grad der Verletzung (Muskelzerrung, Muskelfaserriss) folgt eine mehr oder weniger lange Zeit der Schonung. Im Zentrum stehen spannungssenkende Massnahmen durch Massagen und Dehnungen sowie die Verbesserung von Kraft und Koordination.

Gelenkverstauchung

An einem verstauchten Gelenk finden sich keine geschädigten Strukturen. Es geht in der Rehabilitation um einen Belastungsaufbau nach Massgabe der Schmerzen.

Bänderzerrung

Die gezerrten Bänder müssen in der ersten Phase ruhiggestellt werden. Gleichzeitig jedoch soll die Muskulatur, welche das Band unterstützt, mit Kraft- und Koordinationsschulung aufgebaut werden.

Sehnenverletzung

Sehnen sind schlecht durchblutet. Dementsprechend lange dauert es, bis sie verheilt sind. Vollständig gerissene Sehnen werden daher meist operiert. Die Rehabilitation findet begleitend statt d. h. das Augenmerk wird auf die angrenzenden Gelenke und eventuell verspannte Muskulatur gelegt.

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