Bitte beachten Sie unsere Informationen für Patientinnen und Patienten zu CoVid-19

Spinale Infiltrationen

Spinale Infiltrationen bzw. Schmerztherapien am Rücken werden bei unterschiedlichsten Wirbelsäulenveränderungen (Diskushernie, Arthrose, Nerveneinengung, enger Spinalkanal) angewendet. Dabei sind Sie in besten Händen: Unsere Ärzte blicken auf eine über eine 15-jährige Erfahrung mit jährlich 500 Infiltrationen zurück.

Die von Ihrem Arzt vorgeschlagene Behandlung kommt zur Anwendung, wenn andere medizinische Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg bringen. Die Infiltration wird unter lokaler Anästhesie durchgeführt, vergleichbar mit einem Nadelstich beim Zahnarzt.

Wichtig

  • Der eigentliche Eingriff dauert ungefähr 20 Minuten. Für die Vorbereitung und das vorgängige, ausführliche Gespräch mit dem Arzt sollten Sie jedoch insgesamt 1 Stunde reservieren.

  • Nach der Behandlung können Sie gleich wieder nach Hause oder zur Arbeit.

  • Eine Begleitperson ist nicht zwingend, jedoch ratsam.

  • Eine Voraussetzung für die Behandlung ist, dass Sie vollständig auf dem Bauch liegen können. Lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt genügend Schmerzmedikamente verschreiben.

  • Medikamente, welche die Blutgerinnung verändern (Marcumar, Sintrom, Plavix oder Aspirin), sollten mehrere Tage vor der Infiltration abgesetzt werden. Ihr behandelnder Arzt hilft Ihnen gerne weiter.

Die Behandlung wird bei Problemen der Lendenwirbelsäule oder Brustwirbelsäule in Bauchlage durchgeführt. Bei Behandlung der Halswirbelsäule liegen Sie auf dem Rücken, mit dem Kopf zur Seite gedreht.

Es werden je nach Art Ihrer Beschwerden Kortison, ein Anästhetikum, sterile Natrium-Chlorid-Lösung und ein jodhaltiges Kontrastmittel zur Infiltration verwendet. Die schmerzbefreiende Wirkung tritt – je nach Fall und je nach Art der verwendeten Medikamente – sofort oder erst nach 48 Stunden ein. Mehr als zwei Drittel der Patienten geben nach der Infiltrationsbehandlung an, deutlich weniger oder keine Schmerzen mehr zu haben. Unter Umständen sind wiederholte Infiltrationsbehandlungen notwendig.

Der Behandlungsablauf

Die Behandlung wird unter strikten sterilen Bedingungen durchgeführt. Die zu behandelnde Struktur wird computertomographisch sichtbar gemacht und auf der Haut ausgemessen. Es folgt eine Lokalanästhesie der Haut und der Muskulatur. Im Anschluss wird unter wiederholten computertomographischen Kontrollen eine sehr feine Infiltrationsnadel sukzessive an die Problemzone herangeführt und das Medikament infiltriert.

Unerwünschte Nebenwirkungen und Komplikationen der Behandlung

Obwohl wir das Kortison in kleinstmöglichen Mengen verwenden, ist es möglich, dass es kurzfristig zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann. Dazu gehören

  • Erhöhung des Blutdruckes

  • Erhöhung der Blutzuckerwerte bei Diabetikern

  • Bei Frauen: Störungen im Zyklus der Menstruationsblutungen

  • Vorübergehende Rötung der Kopf- und Halspartie

  • Leichtes Herzklopfen

Diese Reaktionen klingen ohne weitere Therapie nach zwei bis drei Tagen ab. Falls Sie eine solche Nebenwirkung schon einmal erlebt haben, sprechen Sie vorgängig mit Ihrem Arzt.

Allergien können als Reaktion auf das verwendete Kontrastmittel und das Lokalanästhetika auftreten. Diese sind glücklicherweise sehr selten und ohne weiteres behandelbar.

Zurück

Standorte