Spiroergometrie (Atemgasmessung mit EKG unter Belastung)

Die Spiroergometrie hat in der sportmedizinischen Leistungsdiagnostik einen breiten Anwendungsbereich, der vom Patienten mit Atembeschwerden bis zum Hochleistungssportler reicht.

Durch die Messung von EKG, Blutdruck, Lungenfunktion, Blutgasen, Atemmechanik und Kreislaufanpassung in Ruhe und unter ansteigender Belastung können sehr genaue Aussagen über die tatsächliche Leistungsfähigkeit von Herz, Lunge und Kreislauf getroffen werden. In vielen Fällen kann so unterschieden werden, ob eine Leistungseinschränkung oder -verminderung durch das Herz oder die Lunge verursacht ist.

In der sportmedizinischen Leistungsdiagnostik gilt die Spiroergometrie als Goldstandard. Sie ist präziser als alle anderen Leistungstests und bringt nicht selten Überraschungen für die bisher angenommene oder getestete IAS (individuell anaerobe Schwelle) und die Trainingsvorgaben.

Bei der Durchführung der Spiroergometrie wird der Patient oder Sportler auf dem Veloergometer oder Laufband bis zum individuellen Leistungsmaximum belastet. Durch das Tragen einer Atemmaske wird bei jedem Atemzug die Gaszusammensetzung der Ein- und Ausatemluft analysiert (Atemanalyse). Dies ermöglicht eine genaue Bestimmung der Sauerstoffaufnahme (VO2) und der Kohlendioxidabgabe (VCO2). Die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) ist ein wichtiger Prädikator der Ausdauerleistungsfähigkeit.

Zusätzlich werden die Atemschwellen (AT und RCP) ermittelt, die eine präzise Festlegung der individuellen Intensitätsbereiche und Trainingszonen für das Ausdauertraining sowie der Stoffwechselwege (Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel) ermöglichen. Dauer des Tests mit Trainingsberatung ca. 90 Minuten.

Bitte zum Test mitbringen

  • Sportkleidung

  • Sportschuhe oder Velo-Klickschuhe (SPD-System)

  • Duschsachen

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